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Gabriel Studie GABRIEL STUDIE

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zuerst einige Fakten:

Was ist ASTHMA?

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die im Kindesalter beginnt und einen sehr wechselhaften Verlauf zeigt. Ein gewisser Prozentsatz der Kinder verliert während der Kindheit bzw. des Heranwachsens die Asthmabeschwerden. Bei anderen hingegen setzt sich die Erkrankung bis ins Erwachsenenalter fort. Für manche Patienten kommt es nach einer gewissen Besserung in der Kindheit zu neuerlichen Beschwerden im Erwachsenenalter. Die Gründe einer solch wechselhaften Entwicklung werden nur mangelhaft verstanden. Neuere Daten zeigen, dass der Verlauf des Asthma bronchiale bei den Kindern, die zusätzlich einen positiven Allergietest haben, wesentlich schlechter ist als bei anderen. Bei allergischen Asthmatikern besteht ab dem Schulalter die Krankheit weiter fort und führt zu Einbußen der Lungenfunktion und Zeichen einer Überempfindlichkeit der Bronchien. Dagegen bessert sich der Zustand bei Kindern mit einem nicht-allergischen Asthma bronchiale nach dem Schulalter zunehmend und sie behalten eine normale Lungenfunktion. Neben der allergischen Sensibilisierung ist eine erhöhte Belastung mit Innenraum Allergenen als Risikofaktor für ein chronisches Asthma bronchiale bekannt. Auch Aktiv- wie Passivrauchen fördern die Entstehung und vor allem die Fortdauer dieser Erkrankung.

Was ist eine ALLERGIE?

Eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe, die entweder angeboren ist oder durch Sensibilisierung mit Reizstoffen (Antigene) erworben wird. Diese Reizstoffe können eingeatmet werden (Pollen, Tierhaare) oder mit der Nahrung in den Körper gelangen (Nüsse, Fisch, Milch, Obst). Allergien werden auch durch Medikamente (Penicillin) oder Insektenstiche ausgelöst oder bei Kontakt (Latex). Bei einer so genannten Kreuz-Allergie reagieren die Betroffenen auf mehrere Stoffe allergisch.

Was ist die „HYGIENE-HYPOTHESE?“

Die Hygiene Hypothese hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit bekommen. Sie geht davon aus, dass Kinder, die in ihren ersten Lebensjahren entweder vermehrt Infektionen oder aber mikrobiellen Substanzen (Bestandteile oder Stoffwechselprodukte von Bakterien oder Pilzen) in der Umwelt ausgesetzt sind, einen Schutz vor der Entstehung von Asthma und Allergien haben. Das derzeit beste Modell, derartige Zusammenhänge zu untersuchen, sind die Studien an Bauernkindern. Es ist wiederholt gezeigt worden, dass Kinder die auf einem Bauernhof aufwachsen, seltener Asthma bronchiale, Heuschnupfen und atopische Sensibilisierung aufweisen. Die Gründe für diesen „Bauernhof-Effekt“ sind derzeit noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet mit der Art des Bauernhofes und mit dem täglichen Leben auf dem Bauernhof einen Zusammenhang.

Was ist der „BAUERNHOF-Effekt“?

Ergebnisse neuerer Studien geben deutliche Hinweise darauf, dass die vor der Allergieentwicklung schützende Wirkung möglicherweise auf Stallstaub zurückzuführen ist. Um das, was bislang lediglich vermutet wird, wissenschaftlich zu überprüfen, haben Forscher am Tiermodell gearbeitet: Es wurden Untersuchungen an Mäusen durchgeführt, die belegen, dass die Nager nach einer “Behandlung“ mit Staubextrakten aus dem Stallmilieu eindeutig vor einer Allergieentwicklung geschützt sind. Frau Prof. Erika v. Mutius hat dies in der TV-Sendung „quer“ im Bayerischen Fernsehen für das interessierte Publikum humorvoll dargestellt, um der Öffentlichkeit Wissenschaft einmal direkt zu vermitteln.