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Gabriel Studie GABRIEL STUDIE

Studienablauf in den bayerischen Landkreisen


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Wie lief die GABRIEL- Studie ab?

Vom Studienzentrum an der Dr. von Haunerschen Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München wurden diejenigen Regionen in Bayern ausgewählt, in denen die Studie durchgeführt werden soll. Im Blickfeld lagen Landkreise mit einer ländlichen Struktur und einer hohen Dichte an Viehwirtschaft. Ausgeschlossen wurden solche Gegenden, in denen zuvor bereits größere Studien zu Asthma- und Allergien im Kindesalter durchgeführt worden waren.

Erster Studienabschnitt (Phase I )

Im ersten Studienabschnitt wurden mittels Kurzfragebogen alle Grundschüler der ausgewählten Schulen kontaktiert, das waren etwa 40000 bayerische Schulkinder. Darin wurden allgemeine Informationen zum Gesundheitszustand erfragt und die Eltern um ihr Einverständnis zur weiteren Teilnahme ihres Kindes an der Hauptstudie gebeten. 34698 vollständig ausgefüllte Fragebögen mit Teilnahmebereitschaft konnte das Studienzentrum in München in Empfang nehmen.

Um zu verstehen, warum ein Teil der Kinder erkrankt und ein anderer nicht, muß die Gruppe der Erkrankten mit den Gesunden verglichen werden. Deshalb waren alle Kinder aufgefordert mitzumachen, nicht nur diejenigen, die eine allergische Erkrankung oder Asthma haben.

Zweiter Studienabschnitt (Phase II)

Für diesen Studienabschnitt wurden aus denjenigen bayerischen Schulkindern, für die ein vollständig ausgefüllter Kurzfragebogen und die schriftliche Erklärung der Teilnahmebereitschaft vorlagen, 2573 Kinder per Zufall ausgewählt.

Wenn Kind und Eltern das Einverständnis zu einer weiteren Teilnahme gegeben hatten, wurden mit Hilfe eines umfassenderen Fragebogens nähere Informationen zur Gesundheit, zum Lebensumfeld und zur Ernährung des Kindes gewonnen. Außerdem wurden eine Blutprobe und ein Nasenabstrich genommen und die Eltern gebeten, eine Staubprobe von der Matratze des Kindes abzusaugen.

Dritter Studienabschnitt (Phase III)

Aus allen Studienkindern, von denen in Phase II alle Proben und Fragebögen vollständig vorlagen, wurde für die nächste Phase eine Gruppe von ca. 900 Kindern für vertiefende Analysen in einer dritten Studienphase ausgewählt. Wir wollten wissen, welche Milch sie trinken und davon auch eine Probe untersuchen. Darüber hinaus haben wir um Staubproben aus den Bereichen des häuslichen Umfeldes gebeten, in denen sich das Kind bevorzugt aufhält, sowie um Staubproben aus Ställen und Scheunen, sofern es sich um Bauernfamilien handelte. Hierzu wurde wieder Staub eingesaugt, zusammengekratzt und auf einem speziellen Tuch abgelagerter Staub eingesammelt.

Schließlich wurden die Gabriel-Studienkinder zuhause von einer Studienärztin/ einem Studienarzt besucht. Die Ärzte nahmen mit einem Wattetupfer einen Rachenabstrich und führten einen kleinen Lungenfunktionstest durch.